2. Königsbronner Friedensgespräche

Am Dienstag den 5. April laden wir ein zu den 2. Königsbronner Friedensgesprächen, die dieses Jahr in der Hammerschmiede stattfinden werden. Auch dieses Jahr wollen wir Themen der Friedenspolitik sowie der internationalen Solidarität diskutieren und eigene Perspektiven jenseits von Aufrüstung und Militarisierung aufzeigen.

Auf dem Podium vertreten sind dieses Mal

Tobias Pflüger (IMI, Die Linke)
Agnieszka Brugger (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Roland Hamm (IGM, Die Linke)

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Roland Blach (DFG-VK).

Musikalische Untermalung gibt es von dem Duo Dieter&Dieter.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr!

Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, zahlreich zu erscheinen und mitzudiskutieren.

Aktionen gegen die 5. „Königsbronner Gespräche“. Für den Frieden und die internationale Solidarität!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

unsere Mobilisierung zu den Aktionen gegen die 5. „Königsbronner Gespräche“ hat begonnen. Auch dieses Jahr wollen wir wieder unseren Protest auf die Straße tragen und u.a. im Rahmen unserer 2. Königsbronner Friedensgespräche eigene Alternativen zu Aufrüstung und Kriegspolitik entwickeln.

Unter der Rubrik Termine erhaltet ihr ab sofort Infos zu geplanten Veranstaltungen, Info-Ständen etc. im Vorfeld der Demonstration.
Wenn ihr unseren Aufruf unterstützen wollt, dann schickt einfach eine Email an demo-koenigsbronn@openmailbox.org

Für den Frieden und die internationale Solidarität!

Am 8. und 9. April 2016 sollen zum fünften Mal die sogenannten “Königsbronner Gespräche” stattfinden. An dieser „Sicherheitskonferenz“ in der schwäbischen Gemeinde Königsbronn (Landkreis Heidenheim), die vom Reservistenverband, dem Bundeswehrbildungswerk und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik ausgerichtet wird, nahm in den letzten Jahren schon militärische und politische Prominenz teil, wie zum Beispiel der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière und die amtierende Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Mit diesen hochrangigen Gästen versuchen die „Königsbronner Gespräche“ ihrem Anspruch – als kleine Schwester der Sicherheitskonferenz in München – gerecht zu werden.

Die Inszenierung der „Königsbronner Gespräche“ als „bürgernahe“ Sicherheitskonferenz ist besonders brisant, offenbart dies doch ihren eigentlichen Zweck: In der schwäbischen Provinz soll hier der Ausbau des militärisch-industriellen Komplexes und die Planung weiterer Kriege als fast schon ziviles Treffen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger verkauft werden. Die Spitze der Absurdität wird erreicht, wenn sich dieses heuchlerische Spektakel in die Tradition des Königsbronners und Hitler-Attentäters Georg Elser zu stellen versucht. Dieser scheiterte nur knapp mit seinem versuchten Bombenanschlag auf Hitler, den er mit der Aussage begründete, er habe „den Krieg verhindern“ wollen.

Anlässlich der fünften „Königsbronner Gespräche“ will die militärische, wirtschaftliche und politische Prominenz nun über die „Flüchtlingskrise“ debattieren. Die Kontrolle und Abwehr unerwünschter Flucht und Migration von Menschen aus kriegs- und krisengebeutelten Regionen soll somit auf die Agenda „sicherheitspolitischer“ Strategen gesetzt werden. Die Stoßrichtung ist angesichts der jüngsten außenpolitischen Entwicklungen klar: Neben einer deutschen Kriegsbeteiligung in Syrien wird hierbei auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem türkischen AKP-Regime forciert, das als Bollwerk gegen die Flüchtlingsströme nun milliardenschwere Unterstützung erhalten soll. Im Zuge dieses schmutzigen Deals mit Erdogan wird über die Rolle der Türkei bei der gezielten Destabilisierung Syriens durch die Unterstützung islamistischer Milizen ebenso hinweggesehen wie über den Krieg der türkischen Regierung gegen die oppositionelle kurdische Bewegung.
Während die militärische Durchsetzung geo-strategischer Interessen der Öffentlichkeit als „Krieg gegen den Terror“ verkauft wird, floriert die deutsche Zusammenarbeit mit islamistischen und autoritären Regimen wie Saudi-Arabien und Katar ungebrochen.

Die Rolle Deutschlands als viertgrößter weltweiter Rüstungsexporteur, die Kumpanei mit diktatorischen Regimen und nicht zuletzt die Diffamierung und Kriminalisierung türkischer und kurdischer Organisationen, die im nordsyrischen Rojava für eine demokratische Perspektive kämpfen – all diese politischen Entscheidungen zeigen, wie viel von dem propagandistischen Versuch zu halten ist, die deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen als Engagement für „Frieden und Demokratie“ zu verkaufen.

Angesichts der extrem polarisierenden Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen und der häufigen Vermischung mit der Bedrohung durch den islamistischen Terror ist es umso wichtiger, eine internationalistische Perspektive zu entwickeln. Hierbei müssen fortschrittliche Bewegungen (wie aktuell in Rojava) unterstützt und die Rolle westlicher Staaten und ihrer arabischen Verbündeten bei der Verursachung von Fluchtgründen thematisiert werden.

Wir wollen daher am 9. April, der zugleich der 71. Jahrestag der Ermordung Georg Elsers ist, auf die Straße gehen, um ein Zeichen zu setzen gegen imperialistische Kriege, europäische Abschottung und ideologische Mobilmachung, wie sie durch vermeintlich „bürgernahe“ Veranstaltungen wie die „Königsbronner Gespräche“ vorangetrieben wird.

Kommt zur Bündnisdemonstration am 9. April um 12 Uhr an den Bahnhof Königsbronn!

1. Königsbronner Friedensgespräche

Am Donnerstag den 12. März 2015 laden wir ein zu den ersten Königsbronner Friedensgesprächen. Die Veranstaltung soll einen kritischen Gegenpart zu den militaristischen „Königsbronner Gesprächen“ darstellen. In diesem Rahmen wollen wir u.a. über folgende Themen sprechen:

-Wieviel Leid und Zerstörung durch Kriege verursacht wurde und wird
-Welche Interessen (Geostrategie, Rohstoffe, Gewinne) hinter Kriegen stecken
-Wie sich Konflikte ohne den Einsatz kriegerischer Mittel lösen lassen
-Wie man die über 30Mrd. Euro/Jahr, die für die Bundeswehr ausgegeben werden, sinnvoller nutzen könnte

An der Podiumsdiskussion teilnehmen werden Tobias Pflüger (Politiker, Friedensforscher), Roland Blach (DFG-VK) und Vertreter des DGB. Ebenso werden antikapitalistische Ansätze durch Vertreter der außerparlamentarischen Linken diskutiert.

Moderation: Rolf Siedler
Musikalische Untermalung: Dieter und Dieter

Die Veranstaltung findet statt im evang. Gemeindehaus Königsbronn, Aalener Straße 52.

Beginn ist 19 Uhr.

Für den Frieden und die internationale Solidarität – Gegen die „Königsbronner Gespräche“!

Am 27. und 28. März 2015 werden zum vierten Mal die “Königsbronner Gespräche” stattfinden. Diese angebliche „Sicherheitskonferenz“ in der schwäbischen Gemeinde (Landkreis Heidenheim) wird vom Reservistenverband, dem Bundeswehrbildungswerk und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik ausgerichtet und vor Ort hauptsächlich durch den CDU-Politiker, Oberst a.D. und Mitglied des Bundestages für den Wahlkreis Heidenheim-Aalen, Roderich Kiesewetter, repräsentiert.

An „Königsbronner Gesprächen“ nahm in den letzten Jahren schon militärische und politische Prominenz teil, wie zum Beispiel der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière und im letzten Jahr Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Mit diesen hochrangigen Gästen versuchen die „Königsbronner Gespräche“, ihrem Anspruch – als kleine Schwester der Sicherheitskonferenz in München – gerecht zu werden.

Die Inszenierung der „Königsbronner Gespräche“ als „bürgernahe“ Sicherheitskonferenz ist besonders brisant, offenbart dies doch ihren eigentlichen Zweck: In der schwäbischen Provinz soll hier der Ausbau des militärisch-industriellen Komplexes und die Planung weiterer Kriege als fast schon ziviles Treffen im Interesse der BürgerInnen verkauft werden. Die Spitze der Absurdität wird erreicht, wenn sich dieses heuchlerische Spektakel in die Tradition des Königsbronners und Hitler-Attentäters Georg Elser zu stellen versucht. Dieser scheiterte nur knapp mit seinem versuchten Bombenanschlag auf Hitler, den er mit der Aussage begründete, er habe „den Krieg verhindern“ wollen. Die inszenierte Bürgernähe zeigt sich auch am Thema des vergangenen Jahres – die angebliche Familienvereinbarkeit der Bundeswehr.

2015 ist Wolfgang Ischinger als Hauptredner für die „Königsbronner Gespräche“ geladen. Er ist auch der Veranstalter der Sicherheitskonferenz in München und stellt nationale und internationale Netzwerke für politische und militärische Entscheidungsträger bereit. Dieses Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Herausforderung Gleichzeitigkeit von Krisen – Bessere Krisenbewältigung durch einen vernetzten Ansatz“. Allerdings handelt es sich hierbei keinesfalls um eine solidarische Unterstützung und Vernetzung derjenigen, die überall auf der Welt unter wirtschaftlichen oder militärischen Krisen leiden. Vielmehr ist diese „Krisenbewältigung“ im Kontext mit der neuen Rolle Deutschlands im internationalen Zusammenhang zu verstehen. „Krisenbewältigung“ – oder um es mit Joachim Gaucks Worten zu sagen, „Verantwortung“ – bedeutet im Klartext: mehr deutsche Kriegsplanung, mehr deutsche Waffen in den Export und mehr deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen.

Dieses militaristische Schauspiel darf nicht unbeantwortet bleiben. Der Bundeswehr und ihren VertreterInnen darf keine Bühne geboten werden. Es liegt an uns, die Königsbronner Gespräche als das zu entlarven, was sie sind: ein Forum, in dem Kriege vorbereitet und gerechtfertigt, in dem die Militarisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird.

Kommt zur Demonstration am Samstag den 28. März 2015 nach Königsbronn!
Beginn ist um 12 Uhr am Bahnhof.